Bild10Mittendorfer-web.JPG
bettina8_web.jpg
Bild11Mittendorfer_web.jpg
_NJP6850_web.jpg
weibsbilder.jpg
BettinaM_HP0006.jpg
Bild09Mittendorfer_web.jpg
mittendorfer_vita.jpg
Bild10Mittendorfer-web.JPG

Georg Queri Abend


"Der große Georg Queri Abend"
Eine weiß-blaue Revue

SCROLL DOWN

Georg Queri Abend


"Der große Georg Queri Abend"
Eine weiß-blaue Revue

"Der große Georg Queri Abend" Eine weiß-blaue Revue
Bettina Mittendorfer: Gesang und Spiel Florian Burgmayr: Tuba und Akkordeon

Wer aus seinen Büchern vorliest, riskiert, mittendrin errötend abbrechen zu müssen. Für empfindliche Nasen roch es zu deftig und die Misthaufen und die weiblichen Waden spielten eine zu große Rolle darin. Georg Queri (1879) war seinerzeit zensiert. Dem damaligen Publikum blieb er unbekannt, es wird Zeit, dass seine Werke zum Leben erweckt werden: Kraftbayrisch, Bauernerotik und Bauernfehme in Oberbayern, die Schnurren des Rochus Mang sowie die weltlichen Gesänge des Egidius Pfanzelter von Polykarpszell. Bettina Mittendorfer (resches Madl) und Florian Burgmayr (zünftiger Bua) und züftiges Madl (Florian Burgmayr) und rescher Original-Bua (Bettina Mittendorfer) zeigen in original Mundart, wie ein originales Leben hier bei uns ist und auch war: Der Trunk, der Tanz, das Lied, der Geschlechtsverkehr, aber auch die Liebe und der Tod- alles ist echt, original, voller praller Lebenslust und so, wie es in unserer bayerischen Heimat, im schönen Bayern war und auch ist, weil es bei uns a so ist, wie's halt ist und auch war. Grad aso und gar nicht anders. Gar nicht anders... Nein. Gar nicht anders!

bettina8_web.jpg

Heilige Nacht


"Heilige Nacht"
Eine Weihnachtslegende von Ludwig Thoma

Heilige Nacht


"Heilige Nacht"
Eine Weihnachtslegende von Ludwig Thoma

HEILIGE NACHT
Eine Weihnachtslegende von Ludwig Thoma gespielt von Bettina Mittendorfer

Die "Heilige Nacht" gehört zu dem Schönsten und Bekanntesten aus Ludwig Thomas umfangreichem Werk. In vierzeiligen gereimten Strophen erzählt er in der Mundart "seiner Bauern" die Weihnachtsgeschichte.

Das biblische Geschehen hat Thoma in die tief verschneite oberbayrische Landschaft verlegt und die biblische Welt in eine oberbayrische Dorfwelt umgedeutet: Hier trinken Joseph und seine "Spezln" schon gerne die eine oder andere Maß Bier.

Die Schauspielerin Bettina Mittendorfer, spielt hier den Couplettsänger Luggi, der in die verschiedensten Rollen schlüpft: Maria und Joseph, Josias, Simmei, den kommentierenden Engel vom Himmel, und alle Figuren, die die Weihnachtsgeschichte beinhaltet.

Die "heilige Nacht" ist alles andere als heilig, sie zeigt eine Zweiklassengesellschaft auf in der Maria und Joseph von den Reichen abgewiesen werden und nur die bettelarmen Hirten die Bedeutung der Heiligkeit dieser Nacht erkennen.

Kein Wunder also, wenn "Luggi" mit gesundem Volkszorn, laut, schrill und frech, den Wohlhabenden die Meinung sagt.

Bettina Mittendorfer bringt Thomas Verserzählung mit einer herzbewegenden Innigkeit und zarten Komik auf die Bühne, daß jeder im Raum meint, diese Geschichte noch nie gehört zu haben. Sie bringt den Text mit der notwendigen Kritik, aber auch mit der ganzen Poesie, die in ihm steckt, auf die Bühne. Und damit wird die "heilige Nacht" wieder ganz modern.

Und wenn der Luggi als Engerl mit der ganzen Wut im Bauch herausschreit, "ob es denn nichts bedeutet, daß das Christkind bloß Arme gesehen haben", spätestens dann ist man ganz ergriffen, und man erkennt, daß diese Wut wohl heiliger ist, als so manches, was sich "heilig" nennt.

2004 erhielt Bettina Mittendorfer den Publikumspreis des Theaterforum Gauting für die "heilige Nacht"

 

Foto ©: Toni Scholz

Bild11Mittendorfer_web.jpg

Vom Sterben


"Vom Sterben"
LiteraturTheater

Vom Sterben


"Vom Sterben"
LiteraturTheater

"Vom Sterben" 
LiteraturTheater

In einem Streifzug durch die Literatur mehrerer Epochen, diesmal nicht ausschließlich bayrischer Art, befasst sich Bettina Mittendorfer, einfühlsam und zart, feierlich und sachlich, mit dem Tod.

Erzählt werden Balladen von Kleist, Fontane und Friedrich Rückert. Gelesen werden Geschichten von Lena Christ, Olaf Gulbransson, Bert Brecht. Gespielt werden Geschichten von Georg Queri und Oskar Maria Graf und natürlich die G'schicht vom Brandner Kasper.

Ein Aufgebot an Sterbeszenen und Abschiedsschmerz - wodurch aber auch der stete Wandel der Zeit und die "Kostbarkeit" des Lebens deutlich wird.

Ein verbindlicher und literarisch "bunter Abend", rund um das Sterben: Eines könnte es jedoch immer sein, Erlösung und ein Fortleben in der Liebe ... Ein Abend für "große Gefühle".

_NJP6850_web.jpg

Ethel Rosenberg und Mata Hari


"Ethel Rosenberg und Mata Hari "

Ethel Rosenberg und Mata Hari


"Ethel Rosenberg und Mata Hari "

Apropos: "Ethel Rosenberg und Mata Hari"

Bettina Mittendorfer hat sich in dieser Lesung zweier Frauen angenommen, die als „Künstlerinnen“ zum Spielball politischer Machtinteressen wurden:
Ethel Rosenberg und Mata Hari.

Ethel Rosenberg, kam im September 1915 in New York zur Welt.
In Armut aufgewachsen, träumte sie davon, eine berühmte Sängerin zu werden.
Doch nicht als Opernstar wurde sie letztlich bekannt, sondern als unbeugsame Kommunistin, die in der Zeit des Kalten Krieges gemeinsam mit ihrem Ehemann Julius 1953 wegen Spionage auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet wurde.

Mata Hari wurde 1876 wurde im holländischen Leeuwarden als Margaretha Geertruida Zelle geboren.
Sie schockierte und faszinierte mit ihren (Nackt)-Auftritten die feine Gesellschaft von Paris, Monte Carlo und Berlin. Nur wenige Jahre später ließ die Begeisterung für ihren exotischen Tanz nach, und ihr Kampf ums finanzielle Überleben begann.

Mata Hari verdingte sich im Ersten Weltkrieg als Doppelagentin für Deutschland und Frankreich. Sie wurde zur Marionette konkurrierender Geheimdienste und starb am 15. Oktober 1917 durch ein französisches Erschießungskommando.

Bettina Mittendorfer liest aus den Büchern von Stefana Sabin und Christine Lüders. Daneben wird Bertolt Brecht gesungen und zitiert, der ebenfalls vor dem „Komitee für unamerikanische Umtriebe“ aussagen musste. Mit Akkordeonbegleitung.

 

weibsbilder.jpg

Weibsbilder


"Weibsbilder"
Oskar Maria Graf und die Weiblichkeit

Weibsbilder


"Weibsbilder"
Oskar Maria Graf und die Weiblichkeit

"Weibsbilder" 
Oskar Maria Graf und die Weiblichkeit


Bei dem "Provinzschriftsteller, Spezialität: Ländliche Sachen", wie Graf sich selbst nannte, geht der besondere Blick auf das Thema Weiblichkeit.
Dem breiten Publikum ist Oskar Maria Graf als politischer Mensch und Schriftsteller bekannt. 1933 floh er aus Deutschland, 1938 emigrierte Oskar Maria Graf nach New York, wo er zeitlebens blieb.
Bei diesem Theaterabend jedoch wird der Bogen von derb komischen, ja manchmal fast unzüchtigen Erzählungen ...wie das prickelnde Erlebnis einer Magd im Saustall...aus "Das bayerische Dekameron" bis hin zur sterbenden Hebreinerin von Pfefferzell aus Grafs rührender Familiengeschichte "Mei Basl Marei, selig", über die fast wahnsinnig gewordene Rebellin "Ursula Peschl" gespannt.
Oskar Maria Grafs Weibsbilder sind mal liebend, mal sterbend, mal aufopfernd, kämpferisch und wahnsinnig dargestellt. Seine Figuren sind so vielfältig und charaktervoll als etwas Beispielhaft- Großes und Sinnvolles dargestellt. Seine sehr selten gehörten Gedichte sind leise und voller Dankbarkeit.

Der Witz, die Ironie und die Komik, die in seinen Werken stecken, schmälern nicht die Größe seiner Figuren, sondern kommen den sanften Energien und der Vitalität der Frauen entgegen.

BettinaM_HP0006.jpg

Alles ist Leben


"Alles ist Leben"
Feuilletons 1919-1939 von Milena Jesenská

Alles ist Leben


"Alles ist Leben"
Feuilletons 1919-1939 von Milena Jesenská

Alles ist Leben
Feuilletons 1919-1939 von Milena Jesenská

gelesen und erzählt von Bettina Mittendorfer

Milena Jesenská (1896-1944) fiel schon als junges Mädchen im Prag ihrer Zeit auf. Das lebensfrohe Mädchen durchschwamm in Kleidern die Moldau um rechtzeitig bei einem Rendezvous zu sein, wurde beim Magnolienpflücken im Park erwischt und machte nächtliche Streifzüge durch den Friedhof. Die junge Frau gab sich betont lesbisch. Später verkehrte sie als Ehefrau des Literaturkenners Ernst Pollak in Kreisen deutschsprachiger Literaten. Das Paar siedelte nach Wien über, wo sie aus der Not heraus beginnt, kleine Texte für Prager Zeitungen zu schreiben. Neben der journalistischen Tätigkeit arbeitet sie als Übersetzerin und lernt Franz Kafka kennen, der ihr die schönsten und bedrückendsten Liebesbriefe dieses Genres widmete.

Die Jesenská kehrt nach Prag zurück und wird dort freudig in die Gesellschaft aufgenommen. Sie verfasste mehr als hunderte Feuilletons, Reportagen und Briefe, die sich mit Modefragen, gesellschaftlichen und intellektuellen Themen beschäftigen und die Vielfalt und Schönheit des Lebens so deutlich zum Ausdruck bringen. „ ...das Leben ist ruhmlos, gewöhnlich, voller Enttäuschungen, es ist nämlich eine einzige Enttäuschung, es ist das ewige Sitzen im Wartesaal, das Warten auf einen Schnellzug, der nie kommt. Aber diese Waldlichtung mit Heidekraut, Sand und spärlichen Kiefern, durch deren Kronen die Sonne scheint ist wunderbar schön, dummes Herz,... denke jetzt nur an das was du siehst...sei weder traurig noch fröhlich...das ist alles Unsinn, ...sei fähig nur diese Stunde auszukosten. ...Ganz einfach: sei.“ (Milena, Narodni Listy, 22.8.1926)

Bettina Mittendorfer erzählt die Biographie und liest die schönsten Texte der Milena Jesenká. Ein Abend, den sie mit Freunden verbringen wollen, damit sie sich ihren Mitmenschen noch näher fühlen.

Bild09Mittendorfer_web.jpg

Ein Kind


"Ein Kind"
Thomas Bernhard

Ein Kind


"Ein Kind"
Thomas Bernhard

"Ein Kind"
von Thomas Bernhard
szenische Lesung


Thomas Bernhard verbrachte seine Kindheit als lediges und "unerwünschtes" Kind, ausgeschlossen von der Gesellschaft, in Traunstein.

In seinem autobiographischen Roman "Ein Kind" beschreibt er die vielen Verletzungen, die seine Kinderseele ertragen mußte, Mißhandlung und Demütigung durch die Mutter: "Du hast mir gerade noch gefehlt!" und die Gedanken, die er schon im Kindesalter gehegt hat: Zerstörung und Selbstmord.

Aber er schildert auch manches Hochgefühl, das er durchlebte, als "Beherrscher der Welt!" auf dem alten Fahrrad seines Vormunds, oder als Weihnachtsengel beim Krippenspiel:

"...Alles hatte geklappt, nur der Engel hatte versagt. Er saß heraußen auf dem Gang und weinte, während im Saal der Vorhang fiel und der Applaus prasselte."

Bernhards fesselnd bittere und auch euphorische Kindheitserinnerung wird von Bettina Mittendorfer gelesen und gespielt und damit unversehens zum Theater!

mittendorfer_vita.jpg

Lena Christ - Erinnerungen einer Überflüssigen


"Lena Christ"
Erinnerungen einer Überflüssigen

Lena Christ - Erinnerungen einer Überflüssigen


"Lena Christ"
Erinnerungen einer Überflüssigen

Lena Christ - Erinnerungen einer Überflüssigen
gelesen und erzählt von Bettina Mittendorfer

Wer Lena Christ kennt, weiß auch um das altbairische Wesen um 1900. Ihre Figuren sind Kleinbauern und Kleinbürger, sprechen sehr differenzierte Mundart, ihre Geschichten aber stellt Lena Christ in einfachem, schönem Hochdeutsch dar.

Sie erzählt nicht aus der Distanz, sondern sie gibt die Personen und Ereignisse aus solcher Nähe wieder, als sei sie unmittelbar beteiligt.

Lena Christ wuchs im idyllischen Glonn, als uneheliches Kind, bei den Großeltern auf. Mit 7 Jahren wurde Sie von der Mutter nach München zum Arbeiten in der Wirtschaft geholt. Sie schreibt davon in Ihrem autobiographischen Roman - von einer schrecklichen Zeit bei der Mutter, von Misshandlung und Demütigung. Später wird sie verheiratet, in der unglücklichen Ehe wieder misshandelt und gedemütigt. Lena Christ flieht mit ihren Kindern von ihrem Mann, und muss als freie, emanzipierte Schriftstellerin sich und ihre Kinder durch eine schwere Zeit bringen.

Bettina Mittendorfer liest die Lebensgeschichte der Lena Christ, lässt die Szenen lebendig werden, erzählt, lacht und leidet, und mit ihr auch das Publikum, als wäre es ebenfalls unmittelbar beteiligt.