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Vom Sterben


"Vom Sterben"
Lesung

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Vom Sterben


"Vom Sterben"
Lesung

"Vom Sterben" 
Lesung

In einem Streifzug durch die Literatur mehrerer Epochen, diesmal nicht ausschließlich bayrischer Art, befasst sich Bettina Mittendorfer, einfühlsam und zart, feierlich und sachlich, mit dem Tod.

Erzählt werden Balladen von Kleist und Fontane. Gelesen werden Geschichten von Lena Christ, Olaf Gulbransson, Bert Brecht, Georg Queri und Oskar Maria Graf und natürlich die G'schicht vom Brandner Kasper.

Ein Aufgebot an Sterbeszenen und Abschiedsschmerz - wodurch aber auch der stete Wandel der Zeit und die "Kostbarkeit" des Lebens deutlich wird.

Ein verbindlicher und literarisch "bunter Abend", rund um das Sterben: Eines könnte es jedoch immer sein, Erlösung und ein Fortleben in der Liebe ... Ein Abend für "große Gefühle".

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Ethel Rosenberg und Mata Hari


"Ethel Rosenberg und Mata Hari" Lesung und Musik

 

Ethel Rosenberg und Mata Hari


"Ethel Rosenberg und Mata Hari" Lesung und Musik

 

Apropos: "Ethel Rosenberg und Mata Hari"

Bettina Mittendorfer hat sich in dieser Lesung zweier Frauen angenommen, die als „Künstlerinnen“ zum Spielball politischer Machtinteressen wurden:
Ethel Rosenberg und Mata Hari.

Ethel Rosenberg, kam im September 1915 in New York zur Welt.
In Armut aufgewachsen, träumte sie davon, eine berühmte Sängerin zu werden.
Doch nicht als Opernstar wurde sie letztlich bekannt, sondern als unbeugsame Kommunistin, die in der Zeit des Kalten Krieges gemeinsam mit ihrem Ehemann Julius 1953 wegen Spionage auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet wurde.

Mata Hari wurde 1876 wurde im holländischen Leeuwarden als Margaretha Geertruida Zelle geboren.
Sie schockierte und faszinierte mit ihren (Nackt)-Auftritten die feine Gesellschaft von Paris, Monte Carlo und Berlin. Nur wenige Jahre später ließ die Begeisterung für ihren exotischen Tanz nach, und ihr Kampf ums finanzielle Überleben begann.

Mata Hari verdingte sich im Ersten Weltkrieg als Doppelagentin für Deutschland und Frankreich. Sie wurde zur Marionette konkurrierender Geheimdienste und starb am 15. Oktober 1917 durch ein französisches Erschießungskommando.

(Text von Eva Aschauer, Magazin 4)

Bettina Mittendorfer liest aus den Büchern von Stefana Sabin und Christine Lüders. Daneben wird Bertolt Brecht gesungen und zitiert, der ebenfalls vor dem „Komitee für unamerikanische Umtriebe“ aussagen musste. Mit Akkordeonbegleitung von Florian Burgmayr.

 

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Alles ist Leben


"Alles ist Leben"
Feuilletons 1919-1939 von Milena Jesenská

Alles ist Leben


"Alles ist Leben"
Feuilletons 1919-1939 von Milena Jesenská

Alles ist Leben
Feuilletons 1919-1939 von Milena Jesenská

gelesen und erzählt von Bettina Mittendorfer

Milena Jesenská (1896-1944) fiel schon als junges Mädchen im Prag ihrer Zeit auf. Das lebensfrohe Mädchen durchschwamm in Kleidern die Moldau um rechtzeitig bei einem Rendezvous zu sein, wurde beim Magnolienpflücken im Park erwischt und machte nächtliche Streifzüge durch den Friedhof. Die junge Frau gab sich betont lesbisch. Später verkehrte sie als Ehefrau des Literaturkenners Ernst Pollak in Kreisen deutschsprachiger Literaten. Das Paar siedelte nach Wien über, wo sie aus der Not heraus beginnt, kleine Texte für Prager Zeitungen zu schreiben. Neben der journalistischen Tätigkeit arbeitet sie als Übersetzerin und lernt Franz Kafka kennen, der ihr die schönsten und bedrückendsten Liebesbriefe dieses Genres widmete.

Die Jesenská kehrt nach Prag zurück und wird dort freudig in die Gesellschaft aufgenommen. Sie verfasste mehr als hunderte Feuilletons, Reportagen und Briefe, die sich mit Modefragen, gesellschaftlichen und intellektuellen Themen beschäftigen und die Vielfalt und Schönheit des Lebens so deutlich zum Ausdruck bringen. „ ...das Leben ist ruhmlos, gewöhnlich, voller Enttäuschungen, es ist nämlich eine einzige Enttäuschung, es ist das ewige Sitzen im Wartesaal, das Warten auf einen Schnellzug, der nie kommt. Aber diese Waldlichtung mit Heidekraut, Sand und spärlichen Kiefern, durch deren Kronen die Sonne scheint ist wunderbar schön, dummes Herz,... denke jetzt nur an das was du siehst...sei weder traurig noch fröhlich...das ist alles Unsinn, ...sei fähig nur diese Stunde auszukosten. ...Ganz einfach: sei.“ (Milena, Narodni Listy, 22.8.1926)

Bettina Mittendorfer erzählt die Biographie und liest die schönsten Texte der Milena Jesenká. Ein Abend, den sie mit Freunden verbringen wollen, damit sie sich ihren Mitmenschen noch näher fühlen.

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Ein Kind


"Ein Kind"
Thomas Bernhard

Ein Kind


"Ein Kind"
Thomas Bernhard

"Ein Kind"
von Thomas Bernhard
Lesung


Thomas Bernhard verbrachte seine Kindheit als lediges und "unerwünschtes" Kind, ausgeschlossen von der Gesellschaft, in Traunstein.

In seinem autobiographischen Roman "Ein Kind" beschreibt er die vielen Verletzungen, die seine Kinderseele ertragen mußte, Mißhandlung und Demütigung durch die Mutter: "Du hast mir gerade noch gefehlt!" und die Gedanken, die er schon im Kindesalter gehegt hat: Zerstörung und Selbstmord.

Aber er schildert auch manches Hochgefühl, das er durchlebte, als "Beherrscher der Welt!" auf dem alten Fahrrad seines Vormunds, oder als Weihnachtsengel beim Krippenspiel:

"...Alles hatte geklappt, nur der Engel hatte versagt. Er saß heraußen auf dem Gang und weinte, während im Saal der Vorhang fiel und der Applaus prasselte."

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Die Schützenliesl oder der bayrische Traum


“Die Schützenliesl oder der bayrische Traum”

Lesung nach einem Stück von Susanne Gösse

Die Schützenliesl oder der bayrische Traum


“Die Schützenliesl oder der bayrische Traum”

Lesung nach einem Stück von Susanne Gösse

Die Schützenliesl oder der bayerische Traum

Lesung nach einem Stück von Susanne Gösse

frei erfunden nach dem Leben der Coletta Möritz

Die Schützenliesl – das schöne Biermadl, das neun Maßkrüge in den Händen hält und lachend auf einem Bierfass tanzt, wer kennt sie nicht? Hinter dem berühmten Bild des Malers Friedrich August von Kaulbach steht ein echtes Frauenschicksal: Das der Coletta Möritz, die im München des 19. Jahrhunderts den sozialen Aufstieg aus ärmlichen Verhältnissen zur respektierten Wirtin schaffte. Ihr langes Leben zeichnet fast 100 Jahre bewegte Geschichte Bayerns nach.



Ein Leben wie ein Traum: vom „Bangert“ zur allseits beliebten „Schützenliesel“. Coletta Möritz wird Münchens schönste Wirtin, führt eine glückliche Ehe, bekommt Kinder: Ihr Leben scheint ein unaufhaltsamer Aufstieg. Doch dann schlägt das Schicksal zu: Ihr geliebter Mann stirbt unerwartet früh, Revolutionen, Kriege, Hungerjahre, Notwinter zerzausen ihr Leben. Vom Traum bleibt nicht viel übrig, trotz harter Arbeit bleibt ihr kaum Geld zum Leben. Am Ende des Lebens hat sie sich viel mehr erworben als Besitz: Gute Freunde, die ihr bis zum Schluß helfen, eine Familie, in der sie geborgen ist, und viele, viele Menschen, die sie bewundern und lieben.



Die Autorin Susanne Gösse lässt in ihrem Stück das „Münchner Kindl“ mit dem Herzen auf ihr Leben, auf die Menschen und die wirren Zeiten um sich herum schauen: einfach, unbestechlich, liebevoll. Das bewegte Leben der Coletta Möritz hat bis heute nichts von seiner Wirkung und Faszination verloren.

Bettina Mittendorfer liest und erzählt und singt Lieder von Bally Prell, Weiß Ferdl, Hans Moser und Hermann Leopoldi.

Musikalisch begleitet von Rainer Gruber (Text: Susanne Gösse)